Lebensmittel etiketten richtig lesen


Lebensmitteletiketten lesen: Heutzutage muss ein gesundheitsbewusster Käufer die Inhaltsstoffe von verarbeiteten Lebensmitteln (verpackt, in Schachteln oder Dosen) kennen. Das ist keine leichte Aufgabe. Die Hersteller behaupten, ein Lebensmittel sei gesund, indem sie clevere, einprägsame Markennamen verwenden. Der eigentliche Beweis für den gesundheitlichen Nutzen eines Lebensmittels findet sich in den Nährwertangaben und der Zutatenliste. Viele Verbraucher sind recht geübt im Lesen von Lebensmitteletiketten, aber hier sind einige wenig bekannte Tipps für den fortgeschrittenen Leser von Lebensmitteletiketten.

Lebensmitteletiketten lesen

1. Auf den Nährwertangaben werden die Kalorien, Fette, Kohlenhydrate und Proteine in Gramm und der Tageswert in Prozent angegeben. Letzteres ist eine bedeutungslose Zahl, die ignoriert werden sollte. Die tägliche Aufnahme variiert stark von Person zu Person, je nach Gesundheitszustand, Größe und Aktivitätsniveau. Achten Sie nur auf die Grammangaben.

2. Der Fettgehalt umfasst gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren. In Deutschland kann ein Lebensmittel Transfette (bis zu 0,2 g) enthalten, ohne dass dies auf dem Etikett angegeben werden muss. Um sicherzugehen, dass keine Transfette enthalten sind, prüfen Sie die Zutatenliste auf gehärtete Öle oder Fette.

3. Der Natriumgehalt ist für Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen wichtig. Lebensmittel mit mehr als 500 mg Natrium sollten gemieden werden. Wenn jedoch ein gleich hoher oder höherer Kaliumgehalt vorhanden ist, sorgt dies für ein Gleichgewicht zum Natrium und verringert dessen negative Auswirkungen auf die Gesundheit.

4. "Zucker" ist in den Nährwertangaben aufgeführt. Es ist jedoch wichtig, die Quelle des Zuckers zu kennen. Prüfen Sie die Zutatenliste. Saccharose ist ein raffiniertes Lebensmittel, das bei vielen Menschen den Blutzucker destabilisiert. Wenn der "Zucker" jedoch aus Honig oder Fruchtzucker (Fruktose) oder sogar aus verdampftem Rohrsaft stammt, ist die Menge des "Zuckers" weniger problematisch.

5. Raffinierte Körner sind ein häufiges Problem bei verpackten Lebensmitteln. Die Zutaten klingen zwar wie Vollkorn, sind aber in Wirklichkeit raffiniert, wie z. B.: "ungebleichtes Weizenmehl", "Weizenmehl" und "angereichertes Weizenmehl". Um ein Vollkorn zu sein, muss das Wort "voll" in der Zutatenliste stehen.

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6. Konservierungsmittel, künstliche Aromen und Farbstoffe haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit und sind in verarbeiteten Lebensmitteln weit verbreitet. Zu den schädlichsten dieser Stoffe gehören: Mononatriumglutamat (Aromastoff), Sulfit (Konservierungsmittel), BHT/BHA (Konservierungsmittel), Aspartam (künstlicher Süßstoff) und gelbe oder rote Farbstoffe (als Farbstoffe aufgeführt). Sie alle sollten tunlichst vermieden werden.

7. Der fortgeschrittene Etikettenleser kann noch einen Schritt weiter gehen und den Lebensmittelhersteller überprüfen. Woher stammen die Zutaten? Kommen sie aus einem Teil der Welt mit guten landwirtschaftlichen Standards? Dies kann die Qualität der Lebensmittel und das Risiko von Verunreinigungen stark beeinflussen. Alle Hersteller haben Websites, und viele können diese Art von Informationen bereitstellen.

Braucht man einen Abschluss in Ernährungswissenschaften, um einkaufen zu gehen? Es mag den Anschein haben, aber wenn Sie diese sieben Tipps befolgen, können Sie die größten Risiken vermeiden, die mit verarbeiteten Lebensmitteln in Deutschland verbunden sind.

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